Bericht-Fussbodentechnik
| 1 Streifen und Wischspuren, rutschige Oberfläche Schaden: Durch das tägliche Wischen wird die Bodenbelagsoberfläche immer streifiger, es Wisch- und Trittspuren zu erkennen und die Oberfläche wird immer schmieriger und rutschiger. Ursache: Es wird ein Wischpflegemittel verwendet, welches regelmäßig überdosiert wird. Vermeidung: Genau an die Angaben des Herstellers bei der Dosierung halten. 2 Der Neueingepflegte Boden bekommt nach kurzer Zeit weiße Flecken Schaden: Ein Polymer-Pflegefilm wird im Zuge der Nutzung stellenweise weißlich oder klebrig und schmutz stärker an. Ursache: Im Arztpraxen oder Krankenhausbereich werden Hand- und Sprühdesinfektionsmittel verwendet. Handdesinfektionsmittel können durch heruntertropfen weiße Flecken hinterlassen. Bei Sprühdesinfektionsmittel kann es auch durch die feine Vernebelung zu einer Klebrigkeit und starken Anschmutzung kommen. In beiden Fällen wird der Pflegefilm angegriffen und dauerhaft beschädigt. Vermeidung: Vor Einpflege jedes Bodenbelages müssen die Gegebenheiten und die Nutzung geklärt werden. Eine geeignete Polymerversiegelung einsetzen. Vorteilhaft für den Einsatz sind hier permantente und besonders beständige Siegel. 3 Boden nach der Grundreinigung fleckig, Pflegefilm zieht sich bei der Einpflege zusammen Schaden: Die Belagsoberfläche ist nach der Grundreinigung und Abtrocknung fleckig und hat besonders im Randbereich glänzende Stellen. Der anschließend aufgebrachte Pflegefilm zieht sich in Nestern und Pfützen zusammen. Es gibt keine einheitlich benetzte Oberfläche. Ursache: Die Entfernung der alten Pflegefilme ist nicht vollständig. Produktionsbedingte Rückstände und Trennmittel bei Neubelägen sind noch auf dem Belag vorhanden. Der Pflegefilm bekommt Benetzungsprobleme. Vermeidung: Mit einem alkalischen für den Fussbodenbelag geeigneten Grundreiniger die Grundreinigung sowohl bei Neubelägen als auch zur Entfernung alter Pflegefilmschichten durchführen. Nach Grundreinigung Oberfläche beurteilen. Evtl. erneute Grundreinigung mit konzentrierterer Verdünnung des Grundreinigers durchführen. 4 Abpudern des Pflegefilms Schaden: Der Pflegefilm pudern schon kurz nach Neueinpflege weißlich ab. Ursache: Der Fussbodenbelag wurde nach der Grund- bzw. Bauschlussreinigung nicht lange genug getrocknet. Gerade bei feuchtigkeitsempfindlichen Bodenbelägen, wie z.B. Linoleum oder bei Grundreinigungen in der kalten Jahreszeit ist die Trocknungszeit länger. Bei zu alten offenporigen Linoleumbodenbelägen kann die Ursache auch eine mangelnde Verfilmung mit handelsüblichen Polymer-Pflegemitteln sein. Vermeidung: Bei relevanten Bodenbelägen die längere Trocknungzeit unbedingt einhalten. Es empfiehlt sich in der Regel eine Trocknungszeit über Nacht einzuhalten. Bei alten offenporigen Linoleumbodenbelägen sollte anstelle der Polymereinpflege ein festkörper-reicheres permanentes Siegel verwendet werden. 5 Fischgeruch bei Linoleumbodenbelägen Schaden: Nach der Grundreinigung und Neueinpflege kommt es bei einem Linoleumboden-belag zu einer unangenehmen Geruchsbildung (Fischgeruch) Ursache: Durch die Verwendung von stark alkalischen oder alkoholhaltigen Unterhalts- bzw. Grundreinigern kommt es zur Bildung von Leinölseifen und dadurch zu einem Fisch-geruch. Vermeidung: Grundreinigung, Einpflege und Unterhaltsreinigung mit geeigneten für Linoleumbodenbeläge ausgelobten Produkten durchführen. 6 Verfärbungen auf dem Bodenbelag, Fleckenbildung Schaden: Nach Kontakt von Belagsstellen mit Gummimaterialien wie z.B. Stuhlgleitern, Stuhlrollen, Fahrrad- oder Autoreifen usw. kommt es zu gelblich/bräunlichen Verfärbungen. Durch das Heruntertropfen von farbigen Produkten, wie z.B. Jodersatzpräparaten, Haarfärbemitteln usw. entstehen Flecken die durch die tägliche Unterhaltsreinigung nicht mehr entfernt werden können. Ursache: Die Belagsoberfläche oder eine verwendete Einpflege ist nicht weichmacherstabil. Durch den Kontakt mit Gummiteilen kommt es daher zu den gelblich/bräunlichen Verfärbungen. Weiterhin können in die Oberfläche/Einpflegeschicht farbige Produkte einziehen. Beide Arten von Verfärbungen lassen sich nur schwer durch eine umfangreiche Grundreinigung, in manchen Fällen auch gar nicht mehr entfernen. Vermeidung: Vor Verlegung oder Einpflege eines Bodenbelages abklären, ob es durch die Nutzung des entsprechenden Objektes zu Weichmacherwanderungen oder zur Einwirkung von färbenden Produkten kommen kann. Bei entsprechender Belastung eine geeignte permanente Versiegelung anwenden die gegen die vorher genannten Einflüsse stabil und resistent ist. 7 Klebrige Oberfläche nach Neueinpflege Schaden: Nach einer Neueinpflege ist der entstandene Pflegefilm auch nach längerer Trocknungszeit immer noch klebrig. Die Oberfläche ist nicht einheitlich. Es ist eine Pfützen- und Schlierenbildung vorhanden. Ursache: Das Einpflegeprodukt wurde in einem zu dicken Film aufgetragen. Es wurde keine geeigneten Auftragsgeräte verwendet. Es wurde eine zu große Menge auf einmal aus dem Kanister auf den Bodenbelag geschüttet – daher ist ein gleichmäßiges Verteilen schwierig und sehr langwierig Vermeidung: Eine Einpflegeschicht immer in einem gleichmäßigen Film ohne Pfützen-bildung und ohne Wischspuren aufbringen. Empfohlene Auftragsgeräte einsetzen. Die produktspezifischen Hinweise des Herstellers auf dem Etikett oder einer Produktinformation beachten. 8 Verfärbungen bei Linoleum oder Kautschuk Schaden: Nach der Grundreinigung eines Linoleum- oder Kautschukbodenbelages entstehen flächig Verfärbungen. Ursache: In der Unterhaltsreinigung wurde im Vorfeld mit alkalischen (z.B. Schmierseife) oder stark alkoholhaltigen Reinigungsmitteln gearbeitet. Bei der Grundreinigung wurde mit einem zu alkalischen Grundreiniger mit einem pH-Wert >10 gearbeitet. Vermeidung: Nur mit Unterhaltsreinigern oder Grundreinigern arbeiten, die für die einzelnen Bodenbelagsqualitäten von dem pH-Wert her geeignet sind. Bei irreversibel entstandenen Verfärbungen kann im Nachhinein zur Schadensbehebung mit einem farbigen Permanentsiegel versiegelt werden. |





















